“üb´r Tracht”
Bi önsch im Schrecka luagat d´Sabine of Tracht, schi macht des ghörig und au mit Erfolg, schi luagat das MA ghörig agleit ischt ond nüd usheicht, bi da Maika das alls ghörig liet ond ned eifach acheheicht, schi hetz au ned allig licht mit önsch, aber mir bemüad´se..
Zipflchappa ond Lädrlib (Stefan Heim) Die Arbeitsteilung im meist heuwirtschaftlich geführten Arbeitsfeld fand auch in der Kleidung nach außen seine Kennzeichnung. Bei der Guten Kleidung, “am guata Häs” trugen die Burschen weiße Zipfelkappen und “d´r Läderliib”, bei den Vätern waren es breitkrämpige mehrseits aufgebogene schwarze Filzhüte, teils der Dreispitz und dem “Kamisol” mit hüftlangen Röcken (Jacken).Die ausgeschulten Mädchen erhielten bis um 1910 von ihrer Gotta als Geschenk das “Gottahämd”. Das “s´Gottahämd” vertrat die Person des Trägers und gewisse Eigenschaften hafteten an ihm. Die Wegnahme des Gottahämd´s bei einer Gerichtsstrafe bedeutete mehr als ein materieller Verlust, im Bußhemd wurden weite reisen gemacht. Die älteste getragene Form einer Kopfbedeckung war die “Stuucha”. Sie ist aus der Witwentracht des Mittel alters im 18. Jahrhundert allmählich zur Trauertracht geworden. Im kleinen Walsertal wurde dazu ein hoher steifer Filzhut getragen. Die “Breema oder Soometchappa” gilt seit dem 17. Jahrhundert als höchster Festagsschmuck der verheirateten Frau. Nur ihr allein stand das standesgemäße Tragen der ”Soometchappa” zu, es wurde auch als Zeichen der Treue gewertet. Das Chrönele, Chrans oder auch Chränsle genannt wird als eine Art Weihegeschenk an dieses Ehrenzeichen für “unbescholtene Jungfräulichkeit” bei allen festlichen Anlässen durch die Jugendjahre bis zur eigenen Hochzeit tragen darf. Der Chrans  (Tiburt Fritz) Der “Chrans” ist eine  der ersten Formen  der Krone und sehr alt. Sie besteht aus einem runden Stück Karton oder Holz mit 10cm Durchmesser, auf zwei Seiten Kegelförmig eingekerbt. Das ganze Stück ist mit 3 cm breiten weißen (älteste) Seiden oder Gold -Brokatbändern überogen. Es hängen hinten 4 Stück 10 cm lange Bänder aus demselben S ein 6 cm im Durchmesser haltende 2 cm hohe Kranz aus Goldfäden und Flitter. 100 Stunden Arbeit, 2200 Einzelteile 384 rote weiße und goldene Perlen, 180 Goldpailletten (Flitterle) 84 grüne Blätter und 3 Dutzend Sträußchen von kleinen roten Stoffblümchen.24 “Schtrüüßle!. 12 große mit Rosetten von 2 Perlenreihen und 12 kleine mit einem “Gipfele” sind aufzureihen. Die Jungfrauen die die Muttergottes an Fronleichnam von Altar zu Altar führen tragen blaue und violette Bänder. Bei der Hochzeit trägt die Walserbraut ein letztes mal den Chrans, dann aber mit grünen Bändern. Dem Bräutigam wird ein passender Strauß auf die linke Seite des Kamisols und den Brautführern an die rechte Seite geheftet.
HOME TERMINE EVENTS MUSIKANT/INN/EN JUGEND GALERIE KONTAKT INTERESSANT